Die Touristiker bei den deutschen Nachbarn scheinen derzeit wild entschlossen, ihr Bettenangebot massiv auszuweiten. Gut 9,5 Milliarden Euro werden aktuell bei 452 Hotelbau-Projekten investiert. Über 70.000 Zimmer sollen so neu geschaffen werden. Das melden die Marktforscher von CHD Expert Deutschland.
Demnach sind 335 der 452 Projekte Neubauten. Im Durchschnitt, so CHD, kostet jedes neu errichtete Hotel 25,4 Millionen Euro. Die hohen Investitionssummen resultieren auch aus der Tatsache, dass über die Hälfte der Projekte im Fünf-Stern-Luxussegment angesiedelt ist.
Die aktuellen Anstrengungen konzentrieren sich auch weniger auf den Business-Bereich als auf die Ferienhotellerie. Das zeigen schon die Standorte der neuen Hotels. 65 neue Beherbergungsbetriebe werden in den Urlaubsregionen Bayerns gebaut, 59 im touristisch ebenso intensiven Baden-Württemberg.
Der Aufholbedarf ist verständlich. Schließlich ist der deutsche Hotelmarkt mit 37.867 Beherbergungsbetrieben zwar siebenmal so groß wie jener der Schweiz aber nur doppelt so groß wie der Österreichs – bei zehnmal mehr Einwohnern (Quelle: FACET – Foodservice Annual Count and Expenditures Tracking – Länderprofil Deutschland).


