Campari spürt nichts vom weltweiten Konjunktureinbruch. Wie der Standard heute Donnerstag meldet, hat das Unternehmen die US-amerikanische Whisky-Destillerie Wild Turkey um 575 Millionen Dollar gekauft. Campari-Chef Robert Kunze-Concewitz, ein gebürtiger Österreicher, erklärt dazu, dass es sich um die größte Akquisition handle, die Campari je getätigt hätte. Der Kauf der Bourbon-Marke aus Kentucky soll vor allem die Expansion auf dem US-Markt unterstützen.
Das Geschäft mit dem roten Bittergetränk aus Mailand läuft weltweit gut. „Wir haben unseren Umsatz in den letzten fünf Jahren um 100 Prozent erhöht und wollen ihn bis 2012 noch einmal verdoppeln. Heuer überschreiten wir die Umsatzmilliarde“, ist Kunze-Concewitz überzeugt.
Der Konzern, am weltweiten Alkoholmarkt die Nummer sechs, gründete vor eineinhalb Jahren auch eine Tochterfirma in Österreich. Campari Austria soll das hohe Wachstumspotenzial des heimischen Marktes nutzen. Die Entwicklung gehe in seinem Heimatland auf jeden Fall nach oben, so Kunze-Concewitz.
Campari hat unter anderem auch Top-Marken wie Aperol, Ouzo 12, Skyy-Wodka, Cynar oder Glen Grant im Portfolio. Kürzlich brachte der Mailänder Spirituosenkonzern gemeinsam mit Illy, Triest, den Kaffee-Likör Illyquore auf den Markt.


